20. September 2017


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Liebe Letterer, liebe Stiftefanatiker und alle, die es gern werden wollen:

Hier stelle ich euch meine liebsten Brushpens vor, erzähl euch ein bisschen was zu ihren Eigenschaften

und gebe ein paar Schriftbeispiele, damit ihr euch einen guten Eindruck machen könnt. 

Viele Letterer unter euch kennen wahrscheinlich die "klassischen" Brushpens.

Den Tombow Dual Tip, den Edding 1340 oder auch den Sakura Koi (von links nach rechts).


Alle drei eignen sich aber leider nur für große Letterings und fransen bedingt durch das Material ihrer Spitze, relativ zügig aus. Außerdem ist keiner von ihnen wasserfest. Der Einsatzbereich dieser Klassiker ist dadurch also eher begrenzt und für Anfänger würde ich sie nicht empfehlen. Denn gerade am Anfang ist es wichtig, dass der Stift viel mit sich machen lässt.

Zum Einen, um keine Angst vorm Herumprobieren zu haben und zum Anderen, um durch das Kaputtgehen des Stiftes nicht völlig demotiviert zu werden, denn Lettering zu erlernen, benötigt eh schon eine Menge Durchhaltevermögen. 

Also habe ich mich damals vor 2 Jahren schon auf die Suche nach Brushpen-Alternativen gemacht und das Internet durchforstet. Inzwischen habe ich viel herumprobiert und ein riesiges Sammelsurium an Pinselstiften aller Art. Seitdem haben sich aber natürlich auch "Lieblinge" herauskristallisiert, zu denen ich immer wieder greife und die ich meistens mit mir herumschleppe.

 

Und genau um diese 9 Stifte geht es im Folgenden! 

Die beiden oberen Tombow Fudenosukes sind meine täglichen Begleiter. Wenn irgendwo noch zwei Stifte reinpassen, dann kommen diese mit. 

Ich schätze an ihnen vor allem die langlebige Brush-Spitze. Mit denen kann man sich ausprobieren, wie man möchte, ohne Angst vor ihrem "Ausfransen" zu haben. Nach einem Jahr Benutzen verformt sich aber natürlich auch deren Spitze irgendwann und wird etwas runder, aber das ist ja klar.

Ein weiterer Vorteil ist, dass es sie in 2 Varianten gibt, sodass sie bei ähnlichen Eigenschaften mehr Variationen zulassen. Ich persönlich arbeite dennoch lieber mit dem "Hard Nib", da die Spitze einfach stabiler ist (was leichter dünne Upstrokes zulässt) und somit auch die Downstrokes etwas schmaler sind, als mit dem "Soft Nib". Die Handhabung entspricht eher meiner Art zu schreiben. 

Am "Hard Nib" gefällt mir außerdem gut, dass man die härtere Brush-Mine auch gut zum Skizzieren nutzen kann. Man muss also nicht den Stift wechseln, sondern bekommt auch mit diesem Linien hin, die einem 0,3 mm Fineliner entsprechen. Ich nenne diesen Stift also ganz gerne meinen "Allrounder". 

 

Ein weiterer Vorteil der beiden Fudenosukes: Sie sind Markerfest! Das heißt, dass sie zum einen wasserfest sind (auf Papier, nicht auf Glas o.ä.) und zum anderen auch alkohol-basierten Markern (Copic Ciao, Stylefile Marker..) nicht nachgeben. Diese Eigenschaften ermöglichen sehr flexibles Arbeiten und vereinfachen das Kolorieren von Letterings.

 

Der graue Tombow Fudeonsuke Twin Tip hat ebenso eine flexible und langlebige Brush-Spitze, wie die beiden obigen. Sie ist noch einen Ticken weicher als die des Soft Nib und etwas kleiner. Der Vorteil dieses Stifts ist natürlich die zweite, graue Seite. Man kann also mit diesem einen Stift in schwarz und in grau lettern, bzw. das schwarze Lettering direkt ohne Stiftwechsel mit einem grauen Schatten versehen und Tiefe erzeugen. Mein Manko an diesem Stift gegenüber den beiden Anderen: mal abgesehen davon, dass er mir etwas zu weich ist (subjektiv) und die Spitze recht kompakt, ist das schwarz leider einfach nicht so schön satt, wie das der anderen Fudenosukes.  Aber dennoch ein super "umgänglicher" Brushpen, den ich gern benutze. Leider ist er nicht ganz wasser- und markerfest. 

Schriftbeispiel für die 3 beschriebenen Stifte. Sie sehen sich sehr ähnlich, aber viele Unterschiede

ergeben sich weniger aus dem Schriftbild, sondern eher aus der Handhabung. 


Der Kuretake ZIG Mangaka Flexible aus der ZIG "Cartoonist" Serie ist dem Tombow Fudenosuke Hard Nib sehr ähnlich, die Spitze ist ebenso kurz, das Schreibverhalten ähnelt aber eher dem "Soft Nib". Sein Schwarz ist schön satt und er lässt sich ebenfalls nicht durch alkoholbasierte Marker verwischen. Wasser lässt ihn aber leider etwas verschmieren.

 

Der Kuretake ZIG Letter Pen Cocoiro ist der feinste Brushpen, den ich bisher in die Finger bekommen habe. Auf dem Foto seht ihr den Nachfüllstift, er gehört eigentlich in ein Gehäuse. Das ist mir aber zu klobig, weshalb ich ihn so benutze. Seine Spitze ist sehr fest und fein, er eignet sich perfekt für sehr kleine Letterings. Wie auch der Mangaka ist er marker- aber nicht wasserfest.

 

Der Pentel Touch hat eine etwas größere und weichere Spitze als der Fudenosuke Soft NIB und ist im Schreibverhalten daher flexibler. Er schreibt sich schön weich und smooth.

 

Was mich jedoch stark stört ist, dass er extrem wasserverschmierbar ist. Wenn die Hände nicht hundertprozentig trocken sind, verwischt er, oder man hat Abdrücke an den Fingern. Markern hält er nur bedingt stand. Für diejenigen, die das nicht stört, ist er aber ein sehr angenehmer Brushpen mittlerer Größe.



 

 

Die Kuretake Fudegokochis haben eine wunderbare Farbabgabe und die oberen Beiden einen sehr schönen, satten Schwarzton. Der "Super Fine" hat eine dünne, schlanke Spitze, die recht fest ist. Sie ist allerdings nicht so filigran, wie die der Tombows oder des Letter Pens. Durch ihre Festigkeit ist es aber ohne weiteres möglich, auch Schriften als "Monolines" entwerfen. Mit dem "Super Fine" erwirkt man breitere Abstriche nur mit stärkerem Druck. Achtung, diesen Stift dürft ihr nicht zu stark quälen, aus der Spitze brechen sonst mittig kleine Fransen heraus.

Der Fudegokochi in "Regular" hat wie auch der "Super Fine" eine kleinere Pinselspitze, als alle drei oben vorgestellten Tombows. Die "Regular" Spitze ist dennoch sehr soft und flexibel. Ich finde den Stift richtig schön smooth, was aber auch viel Kontrolle und etwas Übung in der Handhabung benötigt. 

Ein Manko besteht für mich persönlich nur darin, dass die Fudegokochis nicht ganz wasserfest und auch nur bedingt markerfest sind. Dafür sind sie aber in Sachen Farbauftrag und Schwärze allen Anderen eindeutig überlegen.

 

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