Lettering mit Masking Fluid und Farbpulver

01.07.2017


UNBEZAHLTE WERBUNG da Markennennung

ACHTUNG: Viele Bilder dieses Artikels sind anklickbar. Hierbei handelt es sich um Affiliate Links*.


Auf dem Titelbild seht ihr schon ganz gut, was die "Essentials" für dieses Kreativprojekt sind, hier aber nochmal in Textform, was man alles braucht: 

  • Masking Fluid, auch "Rubbelkrepp"- dieses hier ist bspw. von Schmincke 
  • Farbpulver - ich benutze die "Brusho Crystal Colours"
  • wenn ihr kein Farbpulver habt, könnt ihr auch mit normalen Aquarellfarben arbeiten, das ist dann aber nicht ganz so "magic" wie mit dem Farbpulver, denn das verhält sich so, wie es will und es macht Spaß, den Farbpartikeln beim entfalten zuzusehen. Spaß macht das Ganze aber auch, wenn ihr flüssige Aquarellfarbe mit der Pipette auf dem feuchten Papier verteilt.
  • Aquarellpapier (je dicker, desto weniger wellt es sich, beim Kontakt mit Wasser), hier gleich mal ein Hinweis: für das Arbeiten mit Masking Fluid empfiehlt es sich meinen Erfahrungen nach, ein möglichst glattes Aquarellpapier zu nutzen, da man es bei rauem Papier deutlich schwerer abbekommt bzw. das Papier beim Abrubbeln beschädigt werden kann
  • Bleistift und Papier für Skizzen - falls ihr ziemlich sicher seid, könnt ihr die Formen natürlich auch direkt auf das Aquarellpapier bringen
  • einen dünnen Pinsel zum Auftragen des Masking Fluids - Hinweis: lieber keinen heißgeliebten Lieblingspinsel nutzen, denn vom Masking Fluid bleiben auch bei zügigem Auswaschen oft Rückstände übrig
  • einen großen Pinsel zum Auftragen des Wasserflecks - ich arbeite dafür lieber mit Rundpinseln, Flachpinsel gehen aber ebenso

Und jetzt: Schritt für Schritt mit Bild und Text bis zum fertigen Ergebnis:

Nicht jeder hat natürlich ein Leuchtbrett. Das ist zwar bequem, braucht man aber nicht unbedingt. Ihr könnt euer Bild auch ans Fenster oder bspw. auf einen weißen Tabletbildschirm kleben und so übertragen. 


Ein paar Hinweise zum Arbeiten mit Masking Fluid

  • Wichtig nochmal: keinen zu guten Pinsel nehmen, es können Rückstände übrig bleiben, die den Pinsel verkleben
  • Das spätere Abrubbeln geht am Leichtesten, wenn man das Masking Fluid etwas dicker aufträgt. Also nicht so sparsam sein, das rächt sich im Anschluss.
  • Das Masking Fluid sollte nicht zu lange auf dem Papier bleiben, sonst verbindet es sich zu stark und man kriegt es kaum noch ab, ohne das Papier zu beschädigen. Also beim Auftragen zügig arbeiten und direkt nachdem es getrocknet ist, mit dem Wasser weiter machen. 
  • Die Trocknungszeit ist recht kurz (5-10 min), seid aber sicher, dass es wirklich trocken ist, denn es verbindet sich in flüssiger Form mit dem Wasser und verläuft. Das wäre ärgerlich.

Das Wasser kann ruhig über das trockene Masking Fluid laufen, ihr müsst hier nichts aussparen, denn wenn es richtig trocken ist, perlt das Wasser ab,

Ist euer Wasserfleck fertig, kann direkt die Farbe darüber. Hinweis: Der Wasserfleck sollte keine Pfütze sein, denn dann dauert die Trocknungszeit ewig und das Masking Fluid bleibt zu lange auf dem Papier.

 

Hier ein paar Hinweise zum Arbeiten mit den Brusho Crystal Colours

 

Das Farbpulver kommt in Dosen, was nur bedingt praktisch ist. Der Deckel geht extrem schwer ab und es ist nahezu unmöglich kein Farbunglück beim Aufploppen zu fabrizieren. Ich habe den Trick von Frau Hölle angewandt und den Deckel durchpiekst, sodass jede Farbdose nun ein "Farbstreuer" ist.

Damit man direkt weiß, auf welche Farbe man sich einstellen kann, klebt oben auf dem Deckel ein Stück Papier mit dem trockenen Farbergebnis, 

Die kleinen Farbpigmente sind ziemlich intensiv und penetrant. Also schön vorsichtig arbeiten, damit die Partikel auch wirklich nur dort landen, wo man sie haben will und hinterher den Arbeitsplatz gut säubern, damit man nicht alles vollschmiert und nachfolgende Projekte einsaut. 

In diesem Youtube-Video wird nochmal kurz und knapp erklärt, welche Nutzungsmöglichkeiten man mit den Brusho Crystal Colours hat. 



Also, nun fix das Farbpulver in gewünschter Menge und Farbigkeit auf den Wasserfleck streuen, bzw. die (am besten flüssige) Aquarellfarbe mit einer Pipette oder einem großen Pinsel auf die nasse Fläche tropfen lassen. Es macht Spaß zu beobachten, wie die Farben sich verhalten und man weiß vorher nie, wie es wohl am Ende aussehen könnte. 

 

Gut trocknen lassen und erst weiter machen, wenn das Papier nicht mehr feucht ist, sonst verschmiert man wohlmöglich alles. 

Wenn nun alles trocken ist, das Papier mit einem großen Pinsel von eventuellen Pulverrückständen reinigen und mit trockenen und sauberen Fingern anfangen das Masking Fluid zu lösen. Das Saubermachen nicht vernachlässigen, denn feuchte Finger plus Pulverrückstände auf dem Papier ergeben unschöne Schmierer..

Das Abrubbeln kann an einigen Stellen etwas popelig werden, aber Sorgfalt lohnt sich hinterher. Mit etwas Glück lässt sich das Masking Fluid sogar stückweise richtig abziehen. Wenn man zum Abpulen etwas feineres als die Finger benötigt, funktioniert es mit dünnen Radiergummis auch ganz gut. 

 

Ich habe anschließend mit denselben Farbtönen und einem dünnen Pinsel noch ein paar Stellen ausgebessert und einen leichten Schatten angedeutet, um der Zahl mehr Tiefe zu geben. Das ist aber alles optional. 

Unten seht ihr das Ganze nochmal leicht nachbearbeitet, damit man die Papierstruktur nicht mehr sieht. 

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Experimentieren!

Falls ihr dazu noch Fragen oder Anmerkungen habt, schreibt mir gern!


*Es handelt sich um einen Affiliate-Link, das heißt, wenn du auf der verlinkten Website etwas kaufst, erhalte ich Provision.

Dies hat keinerlei Einfluss auf meine Produktempfehlungen, für Leser/Nutzer entstehen dadurch natürlich auch keine zusätzlichen Kosten!

Ihr helft mir aber, das hier weiter zu betreiben! Danke für euer Verständnis!

Kommentare: 0